Jede Stimme zählt - 
jeder Ton verbindet.

Das Rainbow Symphony Cologne (RSC) e.V. setzt musikalische Akzente gegen Diskriminierung jeglicher Art.

Jeder Ton steht für Toleranz und Respekt.

Weltaufführung in Köln

All of us - ein Orchester-Portrait der LGBTQ+-Bewegung

Rainbow Symphony Cologne eröffnet einen internationalen Zyklus

Datum:  Sonntag, 12. Juli 2026

Uhrzeit:   17 Uhr

Ort:  VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln

Adresse:  Cäcilienstraße 29–33, 50667 Köln

Leitung:  Georg Razumovskij

Komponistin:  Beth Denisch (USA)

Eine Woche nach dem Abschluss der Cologne Pride — einer der größten LGBTQ+-Feierlichkeiten Europas — setzt das Rainbow Symphony Cologne am 12. Juli 2026 ein weiteres musikalisches Zeichen: Das Orchester spielt die Welturaufführung von „All of Us“, einem fünfsätzigen Orchesterwerk der amerikanischen Komponistin Beth Denisch. Das Konzert findet im VHS-Forum des Rautenstrauch-Joest-Museums statt — einem Haus, das wie kaum ein anderes in Köln für kulturelle Vielfalt und die Begegnung der Weltkulturen steht.

„All of Us“ wurde von einem Konsortium von fünf LGBTQ+-Orchestern in Auftrag gegeben. Jeder der fünf Sätze ist einer Persönlichkeit gewidmet, die das jeweilige Ensemble ausgewählt hat — Menschen, deren Leben und Wirken die LGBTQ+-Gemeinschaft geprägt haben. Die Welturaufführung in Köln eröffnet einen internationalen Aufführungszyklus: In den nächsten achtzehn Monaten wird jedes der fünf Ensembles das Werk in seiner Heimatstadt aufführen.

 

Die fünf Sätze und ihre Widmungsträger*innen

I. Bewahrung — Jean-Nickolaus Tretter (1946–2022)  (Minnesota Philharmonic Orchestra, USA)

Tretter gründete die Tretter Collection in GLBT Studies an der University of Minnesota und rettete damit unzählige Dokumente der LGBTQ+-Geschichte vor dem Vergessen. Die Musik bewegt sich in rollenden Wellen — Abbild eines Lebens zwischen kultivierter Eleganz und unerschrockenem Aktivismus.

II. Güte — Steve Nobles  (Rainbow Symphony Cologne, DE)

Das Rainbow Symphony Cologne wählte für seinen Satz den Wahlkölner Steve Nobles: Pianist, Komponist und langjähriger Weggefährte des Orchesters, der als künstlerischer Leiter des Various Voices Festivals 2014 in Dublin maßgeblich zur Entwicklung der europäischen LGBTQ+-Chorbewegung beigetragen hat. Die Musik — eine pastorale Melodie, die sich bei jeder Wiederkehr sanft verändert — spiegelt die verbindende Kraft stiller Führungsstärke.

III. Widerstand — Monique Wittig (1935–2003)  (Rainbow Symphony Orchestra, Paris, FR)

Die französische Schriftstellerin und Theoretikerin Monique Wittig forderte in ihren Werken die radikale Neuerfindung von Sprache und Geschlecht. Die Musik antwortet darauf mit aggressiven Melodien und Texturen nach Messiaens viertem Modus — poetische Kriegsführung in Klangspräche übersetzt.

IV. Mut — Micky Wenngatz (geb. 1960)  (Rainbow Sound Orchestra Munich, DE)

Die Münchner SPD-Politikerin und Gründerin der Initiative „München ist bunt!“ setzt sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus und Rechtsextremismus ein. Die Komposition übersetzt die zehn Schritte einer Bogenschieß-Checkliste in kontrapunktische Musik — ein Bild für methodische Ausdauer im Dienst der Demokratie.

V. Vision — Alan Turing (1912–1954)  (Birmingham Gay Symphony Orchestra, UK)

Turing knackte den deutschen Enigma-Code und veränderte damit den Verlauf des Zweiten Weltkriegs — und wurde von eben jenem Staat, dem er gedient hatte, für seine Homosexualität verfolgt und in den Tod getrieben. Die Musik verwebt sein Cipher-Alphabet in Streicherharmonien und lässt das irische Volkslied „Molly Malone“ als Geisterstimme erklingen: Das Leben wurde ungerecht abgebrochen — das Wirken geht weiter.

 

Über die Komponistin

Beth Denisch ist Professorin für Komposition am Berklee College of Music in Boston und Autorin des Standardwerks „Contemporary Counterpoint“ (Hal Leonard/Berklee Press). Ihre Musik wurde weltweit aufgeführt und auf zahlreichen Labels eingespielt. Für „All of Us“ schöpft sie aus ihrer langjährigen Erfahrung mit politisch engagierter Kompositionsarbeit: Jeder Satz besitzt eine eigene musikalische Form, die unmittelbar aus dem Leben und Denken der geehrten Person destilliert wird.

 

Über Rainbow Symphony Cologne

Das Rainbow Symphony Cologne ist Kölns LGBTQ+-Orchester — ein offenes Ensemble, in dem jede*r herzlich willkommen ist, unabhängig von sexueller Orientierung, Alter oder musikalischer Erfahrung. Seit seiner Gründung als europäisches Begleitprojekt zu den Gay Games VIII 2010 in Köln verbindet das Orchester künstlerischen Anspruch mit gesellschaftlichem Engagement.

Angesichts bedenklicher politischer Entwicklungen sieht sich das RSC zunehmend in der Pflicht, Vielfalt in allen Facetten als unabdingbare Grundlage unserer Gesellschaft aktiv zu fördern — und tut dies am überzeugendsten mit dem, was es am besten kann: Musik machen.

 

Köln: Herz der europäischen LGBTQ+-Kultur

Das Konzert findet bewusst im Anschluss an die Cologne Pride 2026 statt — einem 17-tägigen Festival (19. Juni bis 5. Juli), das mit dem Christopher Street Day Parade endet, einen der größten LGBTQ+-Aufzüge Europas. Die Welturaufführung von „All of Us“, eine Woche nach dem CSD, verlängert die Feier in einen künstlerischen Raum: von der Straße in den Konzertsaal, vom Fest zum Nachdenken, von der Gegenwart zur Geschichte.

Aktuelles

Sommerkonzert 2026 - etwas ganz besonderes!

 

Am 12.07.2026, 17 Uhr 

findet unser Sommerkonzert im VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum statt.

Über das Rainbow Symphony Cologne (RSC)

Wir sind ein offenes Orchester, in dem jede*r herzlich willkommen ist – unabhängig von der sexuellen Orientierung, Alter oder musikalische Erfahrung.

Bei uns zählt die Freude am gemeinsamen Musizieren, der Zusammenhalt und der Wunsch, Menschen mit Musik zu berühren.

Ob bei unseren Konzerten, in den Proben oder bei einem Plausch – wir glauben daran, dass Musik verbindet und ein Raum schaffen kann für gegenseitige Wertschätzung und neue Freundschaften.

Komm vorbei, hör rein – oder spiel einfach mit.

41

Konzerte gegeben

18

Jahre aktiv

40

Musiker*innen

Musikalische Projekte

Wir veranstalten unterschiedliche musikalische Projekte. Darunter das traditionelle Adventskonzert, aber auch gemeinsame Projekte mit verschiedenen Orchestern, Chören und Solist*innen.

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